Schwierige Betreuungssituationen meistern

Schwierige Betreuungssituationen meistern

"Hessisches Curriculum zur Schulung ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer" - mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Sozialministeriums
Ein Drahtseilakt mit Unbekannten

Eine Einführung in das Betreuungsrecht


Die Übernahme einer ehrenamtlichen Betreuung erfordert ein hohes Maß an persönlichem Einsatz und sozialer Kompetenz. Weiterhin sind rechtliche Kenntnisse, vor allem aber auch jede Menge lebenspraktische Phantasie notwendig, um schwierige Situationen “zum Wohle des Betreuten“ zu bewältigen.  



Herausforderungen gibt es reichlich:

„3 Monate doppelte Miete: Kommen wir da nicht irgendwie raus aus dem Vertrag?“
„Gefährliche Heilbehandlung: Soll ich denn jetzt einwilligen?“
„Die Betreute möchte so gerne zu Hause bleiben. Und wenn sie aus dem Bett fällt?“

Im ersten Teil des Seminars bearbeiten wir ganz konkret und praxisnah je 2 praktische Fallsituationen aus den folgenden Bereichen: 
¨      Vermögenssorge
¨      Gesundheitssorge
¨      Aufenthaltsbestimmung
¨      Vertretung vor Ämtern und Behörden
¨      Wohnungsangelegenheiten

Im Anschluss an die jeweilige Fallbesprechung thematisieren wir die für diese Situation erforderlichen Grundlagen und eignen uns das Wissen an, das es uns ermöglicht, den Anforderungen an ehrenamtliche Betreuung verantwortlich und entspannt zu begegnen.

Aus dem Inhalt:

Ø       Rechte und Pflichten des Betreuers
Ø       Beachtung von Wunsch und Wohl
Ø       Aufgabenkreise
Ø       Geschäftsfähigkeit
Ø       Genehmigungspflichten
Ø       Abwehr von Forderungen
Ø       Umgang mit Behörden
Ø       Gespräche mit Ärzten
Ø       Psychiatrische Krankheitsbilder
Ø       Geistige Behinderungen
Ø       Dementielle Erkrankungen

In dieser Phase wird den Teilnehmern ein Materialband mit Informationen und Checklisten zu den o.g. Bereichen zur Verfügung gestellt.
Im zweiten Teil des Seminars vertiefen wir das Gelernte in einer "Großgruppenbearbeitung" anhand eines Fallbeispiels, zu dem die einzelnen Akteure (Betreute Person, Betreuer, Verfahrenspfleger, Richter, Sachverständiger,...) zu Wort kommen und Stellung nehmen.

Eine Teilnehmerin:
"Diese Abwägung zwischen Wunsch und Wohl, diese innere Auseinandersetzung:
die werde ich in meinem ganzen Leben nicht mehr vergessen."