Seminar- Methoden

"Mit Bedacht und Langsamkeit eine Antwort zu wählen, Optionen der Interpretation und Reaktion in der Schwebe zu halten und sich dann bewusst zu entscheiden verspricht Wachstum, persönliche Entwicklung und Freiheit.

Und Menschen beginnen damit, sich wertschätzende Beziehungsangebote zu machen.
Es ist Wert, dies zu üben."

Roswitha Vesper, Holger Scholz: Facilitation

Genau dies üben wir in unserem Seminar anhand verschiedener Methoden, z.B. anhand eines "Circle".

Es gehörte immer schon zu den Grundprinzipien der Erwachsenenbildung, dass eine Integration des Gelernten durch die eigene Stellungnahme erleichtert wird und dann besonders gut gelingt, wenn die Lernenden den Lernstoff mit Erfahrungen der eigenen Lebenswelt verbinden können.

Die langfristige Aneignung von Fachwissen glückt am besten, wenn der Lerninhalt mit möglichst vielen realen Begebenheiten verknüpft wird.

Die Erkenntnisse der Gehirnforschung bestätigen nun seit 20 Jahren immer deutlicher, dass das Gehirn neue Informationen nur speichern kann, wenn diese Informationen anhand von praktischen Erfahrungen für die Lernenden erlebbar werden. Ein Modell ist dann besonders eingängig, wenn der Lernende es nicht nur erklärt bekommt sondern es tatsächlich sinnlich erlebt. 

"Wir halten nichts von der wunderwirkenden Kraft vermehrten Wissens oder bewussten Wahrnehmens, wenn die Kraft nicht in neuen Mustern mutigen Handelns zum Ausdruck kommt. Kognitiver Gewinn führt nicht zur Korrektur von Beziehungs-  Unausgewogenheiten, solange er nicht auch in Handlungen umgesetzt wird"

Ivan Boszormenyi-Nagy:
Unsichtbare Bindungen

Zur Gestaltung lebendiger Lernerfahrungen orientieren wir uns im Seminar deshalb an folgenden 8 Prinzipien:

  • Lernen mit vielen Sinnen
  • Abstrakte Konzepte konkret erleben
  • Bekannte Informationen nutzen
  • Emotionen auslösen
  • Interesse wecken
  • Lust und Spaß im Seminar
  • Einfachheit  
  • Wiederholungen

Wie kann also eine Fortbildung für ehrenamtliche Helfer aussehen, die handlungssteuerndes Wissen vermittelt? Und wie kann ich dazu beitragen, dass die Teilnehmer meines Seminars von ihren eigenen Ideen beflügelt den Seminarraum verlassen?

Von diesen Fragen ausgehend und mithilfe methodischer Verfahren aus der "Humanistischen Psychologie" des "Neuro- Systemischen Coachings" und der Prozessbegleitung (Facilitation) habe ich meine Seminare konzipiert.

Eine Auswahl der folgenden Elemente findet Eingang in den Seminarablauf:

  • Hebammen-Gespräch
  • Tea for Two

  • Thermometer-Methode

  • Der heisse Stuhl

  • Entscheidungsaufstellung

  • Reflecting-Team

  • Figuren-Arbeit

  • Walt Disney
  • Das innere Team

  • Rollentausch

  • Das geblümte Sofa

  • Fish- Bowl
  • Marktplatz der Erfahrungen

  • Lebensweg- Aufstellung

  • Weg über die Grenze

  • Verlockende Zukunft

  • Positives Spekulieren 

  • Tetra- Lemma

  • Zürcher-Ressourcen-Modell

  • Gallery Walk

  • Soziales Panorama 

  • Clean Space
     
  • Impact- Techniken

Besonders am Herzen liegen mir diejenigen Verfahren die dazu beitragen, dass Veränderung möglich wird durch Menschen, die gemeinsam im Kreis mit Anderen ihre Meinung sagen, mit Anderen denken lernen und ihr Handeln gemeinsam ausrichten:

  • Circle Way (Christina Baldwin)
  • Open Space (Harrison Owen)
  • World Café  (Juanita Brown)
  • Zukunfts-Konferenz (Marvin Weisbord)
  • Parts Party (Virginia Satir)
  • Liberating Strutures (Henri Lipmanovic)
  • The Work (Byron Katie)
  • Der Dialog (David Bohm)

Wir brauchen solche Räume der Begegnung statt immer noch mehr Expertenwissen.